- Details
- Hauptkategorie: Kantonspolizei Thurgau
2000 - 2009
2000
Ab diesem Jahr werden den Korpsangehörigen erstmals persönliche Unterziehschutzwesen abgegeben.
Per 1. Januar erhält die Kantonspolizei Thurgau erstmals eine Chef Personelles. Für die Aufgabe wird Markus Frei gewählt.
Der Vertrag für ein neues kantonales Sicherheitsfunknetz in digitaler Bündelfunkttechnik wird am 12. Mai durch Regierungsrat Roland Eberle und Polizeikommandant Jürg Rüsch unterschrieben. Als Anbieter fungiert die Firma Siemens Schweiz AG. Das neue Funknetz POLYCOM kostet 7,5 Millionen Franken.
Der neue Polizeiposten in Tobel wird am 17. Juni offiziell eingeweiht.
Dr. Claudius Graf-Schelling tritt sein Amt als neuer Vorsteher des Departementes für Justiz und Sicherheit am 1. Juli an.
Am selben Tag wird der Polizeiposten Hosenruck aufgehoben.
Am 16. Juli verstirbt der ehemalige Kommandant Max Müller. Er führte das Polizeikorps von 1958 bis 1977.
Im August wird, um der Platznot Herr zu werden, das Polizeikommando mit einem Büro-Pavillon erweitert, der zuvor dem Strassenverkehrsamt diente.
Der Polizeiposten Berg wird am 1. Oktober in das Gebäude der Gemeindeverwaltung verlegt. Am selben Tag erfolgt eine Büroerweiterung beim Bezirkspolizeiposten Frauenfeld durch Nutzung der Gefangenenwart-Wohnung.
In Kreuzlingen wird am 20. Oktober das Autobahnteilstück Kreuzlingen Nord bis zur Landesgrenze mit integrierter Gemeinschaftszollanlage eröffnet und eingeweiht. Als Gast ist auch Bundesrat Kaspar Villiger vor Ort.
Die Grenzpolizei des Polizeiposten Kreuzlingen bezieht am 23. Oktober ein Büro in der neuen Zollanlage.
2001
Es erfolgt eine Erneuerung der Funknetze der Kantonspolizei, der Sanität, des Tiefbauamtes und dem Amt für Umwelt mit einem gemeinsamen Netz in Bündelfunktechnik. Damit ist das erste Polycom-Sicherheitsnetz der Schweiz im Kanton Thurgau in Betrieb.
Ab diesem Jahr wird die Aus- und Weiterbildung neu gestaltet. Aus dem Regionenturnen (Turnen und Schiessen) wird das Einsatztraining, welches thematisch erweitert und praxisnaher durchgeführt wird.
Auch erfährt die Ausrüstung der Polizistinnen und Polizisten eine markante Veränderung. Neu wird mit einem Mehrzweckgurtsystem der Firma Uncle Mikes gearbeitet. Der Einsatzgurt besteht aus einem Untergurt, einem Übergurt, einem Waffenholster Pro3, einem Pfeffersprayetui, einem Handfesseletui, einer Pagertasche, einem Etui für das Ersatzmagazin, einem Etui für die Sure Fire 6P-Taschenlampe, einem Gurthalter für die Taschenlampen Maglite C+D sowie Gurtverbindern.
Am 1. Mai startet die Polizeischule 2001/2002 mit vier Frauen und 18 Männern.
Da das Polizeikommando mittlerweile zuwenig Platz bietet, wird ein Erweiterungsbau geplant. Am 30. Mai entscheidet sich die von Regierungsrat und Baudirektor Hanspeter Ruprecht geleitete Jury für das Projekt "Pomonochrom" der Architekten Kai Keller und Ralf Schulthess aus Amriswil.
Beim Polizeiposten Amriswil werden während zweier Monate Umbauarbeiten durchgeführt. Am 3. August wird dieser mit einer Pressevorstellung wieder in Betrieb genommen.
Am 27. und 28. September tagt in Frauenfeld die Konferenz der Polizeichefs um den Bodensee unter der Leitung von Hansjürgen Memel, Leiter der Polizeidirektion Konstanz. Thema: Die Umsetzung der Staatsverträge über die polizeiliche Zusammenarbeit.
Per Ende September ist bei der gesamten Kantonspolizei Thurgau Office2000 eingeführt.
Am 1. Oktober erfolgt der organisatorische Zusammenschluss der Bezirke Steckborn und Diessenhofen zum polizeilichen Bezirk Untersee und Rhein.
Der Final des 37. Polizeifernschiessens findet am 25. Oktober in Frauenfeld statt.
Am 19. November werden die Verträge für den Neubau des Polizeipostens und Bezirksamtes Münchwilen unterzeichnet. Der Baubeginn ist im Frühling 2002 und der Bezug im Frühjahr 2003 vorgesehen.
Per 3. Dezember ist das Funknetz der Kantonspolizei Thurgau komplett erneuert. Das Polycom-Sicherheitsfunknetz bindet auch die Sanität, das Tiefbauamt und das Amt für Umwelt mit ein. Die dreizehn neuen Basisstationen wurden mit dem Grenzwachtkorps aufgebaut.
Am 13. Dezember wird erstmals eine gemeinsame Verkehrs- und Personenkontrolle durch die Polizei und die Grenzwacht in Diessenhofen durchgeführt.
Ende 2001 beträgt der Fahrzeugbestand der Kantonspolizei Thurgau 110 Fahrzeuge, darunter 12 Motorräder. Damit wurden in diesem Jahr 1'749'034 Kilometer gefahren. Dies bedeutet eine Zunahme von 108'871 Kilometer im Vergleich zum Jahr 2000.
2002
In diesem Jahr findet die erstmalige Ausstattung der Patrouillenfahrzeuge und der Polizeiposten (ausser den Einzelposten) mit Dienstnatels statt.
Per Mitte März werden allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kantonspolizei Thurgau persönliche E-Mail-Adressen zugeteilt. Gleichzeitig wurde auch der Zugriff auf das Internetportal eingerichtet.
Kommandan Jürg Rüsch feiert am 1. Oktober sein 25 Jahr-Jubiläum als Führungsperson der Kantonspolizei Thurgau.
Am 7. November wird, noch vor der Eröffnung, auf der Autobahn A7 im neu erstellten Girsberg-Tunnel die Gross-Rettungsübung "Unidas" durchgeführt.
Die Eröffnung des Girsbergtunnels findet am 22. November statt. Mit dabei ist unter anderem auch Bundesrat Leuenberger.
Per 26. November wird das ABI-Journal von einem neuen Einsatzleitsystem abgelöst.
2003
In diesem Jahr erhält die Kantonale Notrufzentrale KNZ ein neues Logo, welches die Verbundenheit zwischen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst wiedergibt.
Per 12. Februar stimmt der Grosse Rat dem Projekt regio+ und der damit verbundenen Korpsaufstockung von 290 auf 330 Beamtinnen und Beamten zu. Das Projekt soll bis 2007 umgesetzt sein.
Am 1. April bezieht die Postenmannschaft von Münchwilen ihren neuen Polizeiposten im Geschäftshaus Pöstli.
Der Pistolenschiessverein der Kantonspolizei Thurgau wird am 10. Mai Thurgauer Meister über 50m.
Vom 29. Mai bis am 3. Juni unterstützen Thurgauer Polizisten ihre Genfer Kollegen anlässlich des G8-Gipfels.
Im zweiten Quartal werden alle Bezirks- und Hauptposten mit Laptops, Scannern und einem Farblaser-Drucker ausgerüstet.
Die Polizeitaucher feiern ihr 40jähriges Bestehen. 1963 beschlossen der Regierungsrat und die Kantonspolizei die Schaffung einer Tauchergruppe.
Auch Diensthundegruppe hat zu feiern nächmlich das 60 Jahr-Jubiläum. Dazu findet am 3. Oktober auf der Allmend in Frauenfeld ein öffentlicher Anlass statt.
Der Polizeimännerchor wird 75jährig. Zusammen mit dem Polizeichor München findet in der Mehrzweckhalle Weitsicht in Märstetten ein öffentlicher Jubiläumsanlass statt.
Die Kantonspolizei Thurgau feiert ihr 200jähriges Bestehen. Dazu findet am 29. November bei allen Polizeiposten ein Tag der offenen Türen statt.
Am 12. Dezember werden in der katholischen Kirche in Arbon 3 Aspirantinnen und 17 Aspiranten nach erfolgreich absolvierter Ausbildung vereidigt.
2004
Ab 2004 gilt die Berufsbezeichnung "Polizist/in mit eidgenössischem Fachausweis". Diese Regelung gilt für alle Angehörigen der Polizei in der Schweiz, welche die einjährige Berufsausbildung absolviert haben. Die Anerkennung durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBR ist ein Meilenstein in der Geschichte des Polizeiwesens.
Anfangs Februar fahren beim Polizeikommando die Bagger auf und verlegen die Riedstrass um ein paar Meter, damit anschliessend mit dem Erweiterungsbau des Polizeikommandos begonnen werden kann.
Am 3. März kann die Kantonspolizei Thurgau von der Mowag AG, Kreuzlingen, einen Piranha-Radschützenpanzer übernehmen. Dieser steht auch im Ostschweizerischen Polizeikonkordat zur Verfügung.
Mitte März wird Marcel Schenker neuer Präsident des Verbandes der Kantonspolizei Thurgau.
Der Polizeiposten Wängi kann am 8. Mai anlässlich eines Tags der offenen Tür besichtigt werden.
Per 1. Juni wird im Kanton Thurgau der Beamtenstatus abgeschafft und das Dienstreglement der Kantonspolizei Thurgau wird angepasst.
Am 9. Dezember erfolgt die Brevetierung der Polizeischüler in der katholischen Kirche in Sirnach.
In diesem Jahr findet auch die Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz KKPKS in Ermatingen statt.
2005
Rapallo, alias Walter Strebel, der Erschaffer von Simi Sicherli verstirbt. Der Zeichner Bruno Nadler kann nach Absprache mit dem Inhaber der Urheberrechte die Geschichte von Simi Sicherli weiterführen.
Per 1. Januar 2005 wird die Stadtpolizei Frauenfeld, welche seit 1974 eigenständig geführt war, in die Kantonspolizei integriert. Dabei werden zwei Stadtpolizisten und eine Büroangestellte übernommen. Vorerst verbleiben die drei neuen Mitarbeiter aber in ihren Räumlichkeiten im Rathaus Frauenfeld.
Anfangs Jahr reisen zwei Kriminaltechniker der Kantonspolizei Thurgau nach Thailand ins Tsunami-Katastrophengebiet und die thailändischen Behörden im Rahmen eines Schweizer DVI-Teams bei der Identifikation von Leichen zu unterstützen.
Im Jahr 2005 wird mit der Errichtung des Erweiterungsbaus des Polizeikommandos und des Untersuchungsrichteramtes begonnen. Der Voranschlag von 18 Millionen Franken wird um 400'000 Franken unterschritten.
Ebenso wurde im Jahr 2005 das Konzept Regio plus eingeführt. Nun sind rund um die Uhr je zwei Patrouillen in den drei Regionen Nord, Süd und Ost unterwegs.
Dies führt zu einer besseren und sichtbareren Präsenz der Kantonspolizei Thurgau auf dem Kantonsgebiet.
Im selben Jahr wird in Frauenfeld die letzte eigene Polizeischule geführt. Zukünftig werden die Polizistinnen und Polizisten in der Polizeischule Ostschweiz in Amriswil ihren Start in den Polizeiberuf absolvieren.
2006
Im März können die in einem Provisorium untergebrachten Dienstzweige Brandermittlung und Betrugs-/Wirtschaftsdelikte in den neuen Erweiterungsbau umziehen.
Das Fährboot TG1037 in Diessenhofen wird durch ein Aluminium-Fährboot des Typs Gropp 760 der Firma Motomarine ersetzt. Das neue Boot erhält die Kennnummer TG4.
Der neue Auftritt der Kantonalen Verwaltung des Kantons Thurgau hat auch Einfluss auf die Kantonspolizei Thurgau. So verschwindet das ursprünglich grüne Logo von den Patrouillenfahrzeugen und der Begriff "POLIZEI" wird neu mit Kleinbuchstaben, also als "Polizei" ausgeschrieben. Dies soll der besseren Lesbarkeit dienen.
Am 1. Oktober 2006 übergibt Kommandant Jürg Rüsch nach dreissigjähriger Führungstätigkeit das Zepter an den neuen Kommandanten Hans Baltensperger. Dieser stösst vom Nachbarkorps der Kantonspolizei Zürich zur Kantonspolizei Thurgau.
1994 schloss Hans Baltensperger das Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Zürich ab. 1997 erwarb er im Kanton Schaffhausen das Rechtsanwaltspatent. Bei der Kantonspolizei Zürich leitete er als Polizeioffizier zwischen 1999 und 2006 erst die Informationsabteilung und anschliessend die Verkehrspolizei. Der Kanton Thurgau ist dem neuen Kommandanten nicht unbekannt, arbeitete er doch auch als Personalchef bei der Firma SFT in Weinfelden.
Das Provisorium für die beiden Dienstzweige Brandermittlung und Betrugs-/Wirtschaftsdelikte wird rückgebaut. Es stand sechs Jahre in der Verlängerung des Nebenbetriebes Nord. Die beiden Container werden durch die Firma Toggenburger auf Tiefladern nach Stettfurt abtransportiert, wo sie durch einen Gemüseproduzenten weiterverwendet werden.
Für die zukünftige Ostschweizerische Polizeischule wird der Standort beim ehemaligen Kindergärtnerinnenseminar in Amriswil gefunden. Ab diesem Jahr wird somit der Kanton Thurgau Standortkanton für diese kantonsübergreifende Ausbildung.
2007
Die Angehörigen der Kantonspolizei bekommen einen neuen Polizeiausweis. Der seit 1991 im Einsatz stehende laminierte Papierausweis wird durch einen kreditkartenähnlichen Polizeiausweis ersetzt.
Die Kantonspolizei Thurgau wird Teil der deutschen Krimiserie "Tatort". In Romanshorn wird ein fiktiver Seepolizeistützpunkt aufgebaut und der Schweizer Schauspieler Stefan Gubser als "Thurgauer Seepolizei-Chef" unterstützt die Ermittlungen der deutschen Kollegen im Film.
Die Einführung eines Mehrzweckeinsatzstockes (Teleskopschlagstock) wird bei der Kantonspoliei Thurgau geprüft. Ebenso wird die Beschaffung von neuen Dienstpistolen geprüft. Drei Waffen des Typs Heckler&Koch HK P30 V4 werden beschafft, mit einem Lichmodul versehen und in einen Tragversuch getestet.
Die beiden in die Jahre gekommenen Gefangenentransportfahrzeuge Ford Transit mit Jahrgang 1991 und 1995, welche zusammen über 400'000 Kilometer zurückgelegt haben, werden durch Fahrzeuge des Typs VW T5 ersetzt.
Per 1. Januar erhalten die Polizeikorps in der Ostschweiz und somit auch die Kantonspolizei Thurgau eine neue Dienstmunition. Es handelt sich dabei um die technisch zertifizierte und bleifreie Deformationsmunition Action 4 der Firma RUAG Ammotec. Sie löst die Pistolenpatrone 41 ab, welche bei der Schweizer Armee verwendet wurde.
Am 29. Oktober erfolgt die Umstellung vom bisherigen Alarmierungssystem SMT auf das modulare Kommunikationssystem MoKoS.
2008
Eine Projektgruppe "Peers" wird gegründet. Dabei sollen Korpsangehörige so geschult werden, dass sie Polizisten und Polizistinnen nach belastenden Ereignissen für Gespräche und das Aufzeigen von Hilfsangeboten zur Verfügung stehen.
Die Kantonspolizei Thurgau beschafft neue Schutzwesten, welche die Unterziehschutzwesten ergänzen. Die neuen Westen werden in den Fahrzeugen mitgeführt.
Die Vereidigung von 13 Polizeiaspirantinnen und Polizeiaspiranten sowie zwei Quereinsteigern erfolgt in der Klosterkirche Tänikon.
Ende 2008 wird das alte Polizei-Schiff TG3 in Romanshorn ersetzt. Das finnische Schiff Targa 37 Patrouille der Yachtwerft Faul AG in Horgen erhält den Zuschlag.
2009
In diesem Jahr erhalten die Angehörigen der Kantonspolizei Thurgau eine neue Dienstwaffe. Die Wahl ist auf das deutsche Produkt Heckler&Koch HK P30 mit Lichtmodul gefallen. Diese Waffe löst die bisherige Dienstwaffen SIG P226 und SIG P228 ab.
Die ersten vier Korpsangehörigen werden zu sogenannten Peers (Kameadenhelfer) ausgebildet
Am 17., 24. und 31. Oktober führt die Fachstelle Waffen der Kantonspolizei Thurgau an drei Samstagen erstmals eine Waffensammelaktion durch. An den drei Standorten Münchwilen, Steckborn und Amriswil können die Bürgerinnen und Bürger kostenlos nicht mehr benötigte Waffen abgeben. Es kommen insgesamt ca. 1500 Schusswaffen, etwa 100 Messer und Säbel, ungefähr 67'000 Schuss Munition und 80 Kilogramm Sprengstoff zusammen.